aus der Geschichte Bornhöveds

Aus der Geschichte Bornhöveds

Bornhöved, erstmals 798 erwähnt und damit eine der ältesten Siedlungen in Schleswig-Holstein, ist der älteren Generation vom Geschichtsunterricht her (Schlacht bei Bornhöved am 22.07.1227) bekannt. Insgesamt kam es hier dreimal zu kriegerischen Auseinandersetzungen; verschiedene Denkmale zeugen von den Ereignissen. Der Grundstein für die heutige zentralörtliche Bedeutung des Ortes wurde 1149 mit der Fertigstellung der Kirche gelegt. Von diesem Zeitpunkt an begann ein weites Umland, sich nach dem Kirchdorf auszurichten. Von allen Seiten her liefen unmittelbar beim alten Kirchhof Landstraßen zusammen, die noch heute vorhanden sind. Das Kirchengebäude wurde mit großem finanziellen Aufwand in 2001 und 2002 umfassend restauriert.

In Bornhöved selbst ließ sich ein vielseitiges Handwerk und Gewerbe nieder. Der Ort wuchs schnell zu einer nach damaligen Vorstellungen beachtlichen Größe heran und hatte von 1299 bis 1426 lübsche Stadtrechte mit Bürgermeister und Ratsherren. Seine besondere Bedeutung lag darin, dass hier der Landesälteste von Holstein wohnte und Jahrhunderte lang die Städteversammlung für ganz Holstein abgehalten wurde. Erst seit 1480 wurden die Landtage nach Kiel geladen. Seitdem verlief die Entwicklung Bornhöveds wieder normal und nicht so sprunghaft wie vorher.

Die hervorragende verkehrsgeographische Lage aus jener Zeit blieb erhalten und wurde bis in die jüngste Vergangenheit weiter ausgebaut. Heute liegt Bornhöved am Schnittpunkt der BAB 21 bzw. Bundesstraße B 404 und der B 430. Nach dem Bau der Umgehungsstraßen hat dieser historische Flecken mit zur Zeit 3.500 Einwohnerinnen/Einwohnern die erforderliche Ruhe erhalten, um für den Fremdenverkehr erschlossen zu werden. Angeboten werden ein Freibad am Naturgewässer des Bornhöveder Sees, ein Campingplatz unmittelbar daneben, Wanderwege durch die reizvolle Landschaft mit Wald und Wasser, Ausflugslokale und Cafe sowie Eisdiele, Tennis und Reiterhof. Die zahlreichen historischen Stätten und Denkmale sind ausführlich beschildert und beschrieben.

Diese bevorzugte Lage, die Palette öffentlicher Einrichtungen, wobei besonders das großzügig ausgebaute Schulzentrum (Grund-, Haupt- und Realschule) zu erwähnen ist, sowie ein breit gefächertes Angebot an Handel, Gewerbe und Dienstleistungen machen Bornhöved mehr und mehr zu einem gefragten Wohnplatz. Durch die Erschließung mehrerer Baugebiete stieg die Einwohnerzahl von erstmals über 3.000 Ende 1996 auf mittlerweise mehr als 3.500 an. Bornhöved ist damit die größte ehrenamtlich verwaltete amtsangehönge Gemeinde im Kreis Segeberg. Damit verbunden war die Notwendigkeit, Einrichtungen wie den Kindergarten und die Schulen zu erweitern. Im Bereich der Jugendarbeit wurde durch Initiative eines Vereins zunächst eine Skaterbahn und später auch noch ein Jugendhaus geschaffen, in dem auch die nicht organisierten Jugendlichen einen Treffpunkt haben. Für ihre Betreuung steht ein Jugendsozialarbeiter zur Verfügung. Um die Belange der älteren Generation kümmert sich ein Seniorenbeirat.

Die ab 1988 andauernden Bemühungen der Gemeinde um die städtebauliche Dorferneuerung haben der Ortsmitte ein ansprechendes Gesicht gegeben. Erwähnenswert ist die Schaffung von ca. 50 alten- und behindertengerechten Wohnungen, teilweise mit Betreuungsangebot, unmittelbar im Ortszentrum.

Besonders erwähnenswert ist das umfangreiche Vereinsangebot. Fast dreißig Vereine bieten den Einwohnerinnen und Einwohnern vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Besonders der größte, der Sportverein TSV Quellenhaupt (über 800 Mitglieder) hat durch Großveranstaltungen im Triathlon bis hin zu Offenen Deutschen Meisterschaften den Ortsnamen bundesweit bekannt gemacht.


Schlacht bei Bornhöved 1227

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